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Dr. Peter Niehenke

Stichwortartiges Tagebuch
des "Nacktläufers von Freiburg"
für die Zeit um die Jahrtausendwende ...
(mit vielen Fotos)


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Geschichten aus "Zwangsburg im Breisgau"

Hier lesen Sie Geschichten von gestörten Beördenvertretern (sie verwenden Hunderte von Stunden, um zu prüfen, wieviele Quadratzentimeter Stoff notwendig sind, um "in zulässiger Weise" bekleidet zu sein), von menschenverachtenden verklemmten Richtern ("Der Anblick des männlichen Gliedes ist geeignet, beim Betrachter Ekel, Abschau, Schock und Schrecken hervorzurufen"), von Schikanen der Zwangsburger Polizeibehörde und des Zwangsburger Gesundheitsamtes gegen einen harmlosen Mitbürger, nur weil sein Aufzug ihnen nicht paßt (Versuch, den "Nacktläufer von Zwangsburg" zwangweise in die Psychiatrie einweisen zu lassen, und der Versuch, ihm seine Zulassung als Psychotherapeut zu entziehen), von einer verklemmten und besonders militanten Minderheit der Bevölkerung (17 %), die meinen, sie hätte einen Anspruch darauf, vor dem Anblick eines menschlichen Körpers notfalls durch Polizeigewalt geschützt zu werden (eine Haltung, die wir Para-Rassismus nennen) - aber auch von vernünftigen Leuten vom Gemeinderat von Zwangsburg (die " Fraktionsgemeinschaft Unabhängige Frauen und Linke Liste"), die den Oberbürgermeister sinngemäß fragen, ob seine städtischen Beamten eigentlich noch 'alle Tassen im Schrank haben' (siehe dazu auch: Sind Freiburger Behörden (-vertreter) schlauer als Ratten?), und schließlich, last but not least, von Medienvertretern, die (abgesehen von einigen Beiträgen im Stile von "Volkes Stimme" in der Badischen Zeitung oder, in seiner Erbärmlichkeit schon wieder amusant, dem STADTKURIER, also "heimatlichen Printmedien" aus Zwangsburg), ihrem Beruf durch unparteiische (wenn auch in der Regel etwas zu sehr ins Humoristische abgleitende) Berichterstattung in diesem Falle alle Ehre gemacht haben. Ohne diese Berichterstattung hätten es die Behörden von Zwangsburg längstens geschafft, den Nacktläufer 'fertig zu machen'.
Um schnell die jeweiligen Themen finden zu können, bitte die linke senkrechte Navigationsleiste oder die Suchfunktion benutzen.


Kurz-Zusammenfassung:
Die lange Liste behördlichen Terrors gegen den "Nacktläufer"

Eine besondere Würdigung herausragender Persönlichkeiten in dieser heuchlerischen Provinzposse

Einige Personen verdienen es, zu Beginn meines Tagebuchs besonders gewürdigt zu werden, da sie unter Ausnutzung ihrer Amtsmacht in besonders verabscheuungswürdiger Weise agieren und agiert haben. Alle Menschen, die diesen Namen begegnen, seien dringend gewarnt ...
In der Reihenfolge ihrer Bedeutung bzw. ihrer Macht sind da zu nennen:

Dr. Henninger, Richter am Oberlandesgericht Karlsruhe

Dieser Mann steht für den Satz: "Der Anblick seines entblößten Gliedes war ... geeignet, .. Abscheu, Ekel, Schock (und) Schrecken ... hervorzurufen."
(Hervorhebung durch Niehenke). Verehrter Leser: Machen Sie sich bitte noch einmal deutlich, was da steht: Der Anblick des menschlichen Körpers (geschaffen, wie Christen meinen, nach "Gottes Ebenbild"!) soll geeignet sein, Ekel und Abscheu hervorzurufen. Das ist einfach ungeheuerlich! Aber noch ungeheuerlicher ist die Konsequenz, die der verehrte Dr. Henniger daraus meint ziehen zu dürfen: Der Anblick des menschlichen Körpers kann (daher) anderen nicht zugemutet werden. Das Ausmaß der Menschenverachtung, die sich in dieser widerlichen Logik spiegelt, ist erst so richtig erkennbar, wenn man mal "des entblößten Gliedes" durch "eines Behinderten" ersetzt. Es ist nicht nur leicht vorstellbar, sondern allgemein bekannt, daß der Anblick von bestimmten Behinderungen (nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen) geeignet ist, "Ekel, Abscheu, Schock (und) Schrecken" hervorzurufen. Wenn also das Hervorrufen solcher Gefühle ein Argument sein soll, dann: "Weg mit den Behinderten von der Straße"? Mein verehrter Herr Henninger? Meinen Sie das?

Verehrte Leserin und verehrter Leser: Geht es Ihnen hier wie mir? Empfinden auch Sie "Ekel, Abscheu, Schock und Schrecken" angesichts der Tatsache, daß die oben zitierte Äußerung von einem Richter am Oberlandesgericht stammt? Ja: Sie stammt vom Vorsitzenden des 2. Senats für Bußgeldsachen des Oberlandesgericht Karlsruhe! Es ist unfaßbar, aber es ist wahr! - Mittäter (ebenfalls Mitglieder des Senats) sind übrigens eine Richterin namens Dr. Schwan und ein Richter namens Schmidt-Weihrich.

Richter Lernhart, Freiburg

Ist der Tenor beim Urteil des Oberlandesgerichts in Karlsruhe ein Ausmaß an Körperfeindlichkeit, das man nur menschenverachtend nennen kann, so schlägt einem beim Urteil des Freiburger Verwaltungsgerichts die blanke Dummheit entgegen. Einzelheiten zu diesem Urteil kann man hier nachlesen. Mittäter (Mitglieder der vierten Kammer des Verwaltungsgerichts) sind der Richter Knorr und die Richterin Kraft-Lange. - Dieser Richter fiel dann im Jahre 2002 dadurch auf, dass er gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstieß !

Stadtrechtsdirektor Brugger, Polizeibehörde der Stadt "Zwangsburg im Breisgau"

Vermutlich, zusammen mit Stadtrechtsdirektor Geißler (siehe folgenden Eintrag) verantwortlich für die Anordnung an das Freiburger Gesundheitsamt zu prüfen, ob man den als "Nacktläufer von Freiburg" bekannt gewordenen Sexualtherapeuten Dr. Peter Niehenke nicht zwangweise in die Psychiatrie einweisen kann. Näheres zu dieser Groteske unter Repressalien der Behörden von Zwangsburg im Breisgau gegen einen harmlosen Nackten.

Stadt(UN)rechtsdirektor Markus Geißler (Jg. 1947)

Polizeibehörde der Stadt "Zwangsburg im Breisgau"
Zu nennen als denjenigen, der, zusammen mit Herrn Brugger (siehe oben) für die Zwangsgeldfestsetzung in Höhe von DM 3.000,- (mittlerweile schon DM 4.000,-) gegen mich zuständig ist. - Und Herr Geißler ist so sehr interessiert daran, dass der Nacktläufer bestraft wird, dass er zu diesem Zweck auch schon mal ein Gericht belügt !!

Dittmar Glockner

Amt für öffentliche Ordnung der Stadt "Zwangsburg im Breisgau"

Bei Interesse hier weitere Akteure in dieser Provinzposse.

Zur Information: In England haben die Geschworenen dem verklemmten Gelaber von Staatsanwaltschaft und Richterschaft ganz einfach eine Abfuhr erteilt und einen Nudisten, der splitternackt vor Gericht erschienen war, freigesprochen. Die "konservativen Engländer" sind immer noch gut dafür, den Deutschen eine Lehre in Sache Demokratie zu erteilen! Erbärmlich, wahrhaft erbärmlich dagegen dieses verklemmete und idiotische Pack in den "Zwangsburger (Justiz-) Behörden". (Siehe: Freispruch für Vincent Bethell)


Teil 1

Seit Beendigung des Tagebuchs neu hinzugekommene (oder ergänzte) Seiten

15. 04. 2005

Dr. Michael Aschenbach: Erfolgreiche Kriminalisierung eines Bürgerrechtlers

03. 03. 2005

Nacktläufer wegen Beleidigung verurteilt: Kleine Würstchen unter schwarzen Roben

01. 01. 2005

Stadt(UN)rechtsdirektor Markus Geißler vom Nacktläufer 'gegeißlert'

29. 08. 2004

Verfassungsbeschwerde des Nacktläufers

31. 08. 2004

Vorbildliches Gegenbeispiel: Stadtrat von Barcelona (Spanien) erlaubt öffentliche Nacktheit

23. 08. 2004

Herzogenbuchsee (Schweiz): "Ich bitte sie im Namen Jesu: Ziehen Sie sich etwas an!" (Video-Dokumentation)

12. 08. 2004

Schweizer 'Moralistenschwein' jagt Nacktläufer oder: 'Räuber und Gendarm'

01. 07. 2004

Oberverwaltungsrat Jürgen Weckerle (Freiburg): Amtsmissbrauch aus Rache gegen den Nacktläufer.

28. 08. 2003

Landesregierung (Baden-Württemberg) betreibt gegen Nacktläufer Missbrauch mit dem Missbrauch.

07. 08. 2003

Pressemitteilung: Nacktläufer erneut unschuldig verurteilt.

27. 07. 2003

Richter Leipold (Freiburg): Richter sollten durch Elektroschocks zur Einhaltung elemenaterer Denkgesetze erzogen werden.

17. 07. 2003

Staatsanwalt Hosp (Freiburg): Behördenintrige gegen den Nacktläufer soll vertuscht werden.

20. 06. 2003

Strafanzeige gegen Amtsrichter Andreas Leipold wg Verletzung der Menschenwürde des Nacktläufers.

09. 06. 2003

Gustav-Adolf Späth: Ein (ehemals) militanter Kritiker entschuldigt sich beim Nacktläufer von Freiburg.

25. 05. 2003

Videoclip: Interview des Nacktläufers mit zwei Jugendlichen.

08. 05. 2003

Videoclip: Nackt bladen.

05. 05. 2003

Videoclip: Warum ich unsere Gegener verklemmte IDIOTEN nenne ...

04. 05. 2003

Videoclip: Warum ist es am Rhein so schön?

23. 04. 2003

Miese Erpressung durch Zwangsburger Behörden (-vertreter)

20. 04. 2003

Teilnehmer für den mit 1.000,- Euro dotierten 'Wald-FKK-Filmpreis' gesucht.

04. 03. 2003

OLG Karlsruhe: Stringtangas in der Öffentlichkeit verstoßen gegen das Gesetz

20. 02. 2003

Richter Leipold: Ein sanftmütiger Richter, aber ein feiges Urteil (siehe die Einträge vom 4.2. und 12.2.)

12. 02. 2003

Beitrag in FR-TV (Freiburg TV) zu dem Prozess (siehe nächsten Eintrag) nach dem zweiten Prozesstag (Es wird Real-Player benötigt!)

04. 02. 2003

In welchem Sinne ist 'Wald-FKK' eine Bürgerrechts-Bewegung (Stellungnahme bei Gericht)?

27. 01. 2003

Zwangsburger (Justiz-) Behörden schrecken auch vor Intrigen gegen den Nacktläufer nicht zurück.

09. 01. 2003

Wenn wir als 'psychisch krank' anerkannt wären, dann dürten wir ....

31. 12. 2002

Ein Polizist gesteht: "So glücklich bin ich noch nie um die Talsperre gelaufen!"

22. 12. 2002

Letzter (freiwillig) nackter Fernsehauftritt des Nacktläufers.

05. 12. 2002

Staatsanwaltschaft Zwangsburg zieht im Prozess gegen den Nacktläufer den Schwanz ein.

14. 10. 2002

Interview mit dem Nacktläufer im Läufer-Magazin 'RUNNING'

20. 09. 2002

Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg: Wenn sogar Richter lügen und betrügen.

01. 08. 2002

Karlsruhe: Streifenpolizist Krawczyk beschlagnahmt Kamera von SPIEGEL-TV-Team

04. 07. 2002

Zwangsburger Staatsanwaltschaft misst mit zweierlei Maß.

17. 06. 2002

Pressemitteilung: 'Wir wollen seinen Kopf. - Wir wollen seinen Kopf!'.

13. 05. 2002

Der Regierende Bürgermeister hat geantwortet. (Siehe Nachricht vom 15. 4. 02)

15. 04. 2002

Offener Brief an den Regierenden Bürgermeister von Berlin.

13. 04. 2002

'Sind Sie von Sinnen, verehrter Herr Polizeipräsident?'

13. 04. 2002

Bericht in der BERLINER MORGENPOST zum zweiten 'offenen Brief' an den Polizeipräsidenten

10. 04. 2002

Berlin 2002: Schwuler OB hui, nackte Menschen im Grunewald pfui!

07. 04. 2002

Sehr geehrte Frau (Justiz-) Ministerin

04. 04. 2002

Verwaltungsgericht Freiburg verstößt gegen Europäische Menschenrechtskonvention.

15. 03. 2002

Da scheint wer Einflussreiches ein Machtwort gesprochen zu haben ...

14. 03. 2002

Der Nacktläfer VOM EMMENTAL (!) zu Gast bei "Aeschbacher" (Schweizer Fernsehen DRS).

12. 03. 2002

Offener Brief an den Polizeipräsidenten in Berlin.

Bericht dazu in taz (Berlin).

Meldung (dpa) in der BERLINER ZEITUNG.

Reuters: ... hundreds of nudist activists are planning to storm Berlin's largest park

11. 03. 2002

Der Populismus des Oberbürgermeister-Kandidaten der GRÜNEN, Dieter Salomon.

06. 03. 2002

Anzeige wegen Beleidigung gegen Oberbürgermeister-Kandidaten der GRÜNEN, Dieter Salomon, durch den Nacktläufer.

07. 02. 2002

DER BUND (Schweiz): ":Weg mit der Hose, raus in die Natur"

24. 01. 2002

Staatsanwaltschaft (Zwangsburg) legt gegen Freispruch des Nacktläufers Berufung ein.

18. 01. 2002

"Barbara-Karlich-Show" (Österreich, ORF 2) vom 18. 1. 2002.

17. 01. 2002

"Mittags-Talk" (Fernsehen DRS, Schweiz) vom 17. 1. 2002

13. 01. 2002

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich - nur nicht der Nacktläufer.

03. 01. 2002

FACTS (Schweiz) mit einem Bericht über den 'Nacktläufer vom Emmental'.

22. 12. 2001

BERNER ZEITUNG vom 22. 12. 2001: Affoltern hat einen nackten Gast (pdf-Dokument).

18. 12. 2001

Stadtrechtsdirektor Geißler belügt das Verwaltungsgericht.

8. 1. 2002

Urteilsbegründung zum Urteil vom 8. 12. 2001 (siehe unten).

8. 12. 2001

Amtsrichter Dr. Udo Schleef (Freiburg) hält den Po für ein sekundäres Geschlechtsmerkmal.

8. 12. 2001

Protokoll einer Verhandlung, die zur Farce entartete (Satire).

2. 12. 2001

NACKTE PROVOKATION: ZEITUNG ZUM SONNTAG vom 2. 12. 2001.

27. 11. 2001

Zwangsburger Behörden im Bußgeldrausch: Kann diese Tollwut niemand stoppen?

26. 11. 2001

Die Methoden von Stadtrechtsdirektor Brugger: Leichtfertiger Missbrauch eines gefährlichen Instruments.

26. 11. 2001

Strafanzeige gegen höhere Beamte der Zwangsburger Polizeibehörde.

24. 11. 2001

Skrupellose Zwangsburger Justizbehörden lassen Nacktläufer ahnungslos 'ins offene Messer' laufen.

7. 11. 2001

Modebewusste Zwangsburger Behörden (-vertreter): ROT muss die Socke sein. :-)

7. 11. 2001

Leserbriefe von Kindern (im Micky Maus Magazin) zu FKK in der Öffentlichkeit.

7. 11. 2001

Zwangsburger Behörden: Nackt ist, was wie nackt erscheint.

5. 11. 2001

Vier Nackte und die Polizei (eine Socke ist nicht mehr genug)

18. 10. 2001

Prof. Hans G. Hillemanns, Frauenarzt, Freiburg: "Mit einer Axt würde ich ihn erschlagen!"

24. 10. 2001

Interview in Radio FR1 (Freiburg) zum bevorstehenden Prozess im Dezember.

18. 10. 2001

Pressemitteilung: "Nacktheits-Paranoia" der Freiburger Polizei

16. 10. 2001

Die (dreckigen) Phantasien des Herrn Wetzel (Polizeirevier Süd in Zwangsburg)

16. 8. 2001

Interview in der Zeitschrift AMICA (8/2001), S. 275

9. 8. 2001

Kurzbericht in der BADISCHEN ZEITUNG und einige Leserbriefe

6. 8. 2001

Gerhard Schröder erstattet Anzeige gegen den Nacktläufer: Gedankenlosigkeit eines Freiburger Amtsrichters

31. 7. 2001

"Nacktlaufen ist ein Bürgerrecht": BERLINER ZEITUNG mit einem Bericht über den Nacktläufer

31. 7. 2001

dpa-Meldung über den Nacktläufer und die Berlin-Aktion

30. 7. 2001

Meldung in DER SPIEGEL ('Personalien') vom 30. 7. 2001

26. 7. 2001

Vom "Gejagten" mal wieder zum "Jäger": Anzeigen wegen Beleidigung funktionieren auch andersherum :-)

22. 7. 2001

Rufmordversuch gegen den Nacktläufer: Jetzt geht die Schlammschlacht richtig los.

19. 7. 2001

Freiburger Behörden reagieren mit völliger Hilflosigkeit und sinnlosen Anzeigen.

18. 7. 2001

Peinliche Wadenbeisserei der Freiburger Justiz

17. 7. 2001

Kartengruß an "Drecksau Niehenke"

15. 7. 2001

Wald-FKK besucht Berlin

14. 7. 2001

Rechtsanwalt Kaffenberger (Freiburg) befragt den Nacktläufer

14. 7. 2001

Das ZDF (-Team) und der journalistische Anstand

12. 7. 2001

dpa und die journalistische Sorgfalt

12. 7. 2001

Bericht in der BADISCHEN ZEITUNG (Freiburg) über die 'Zwangsburger Aktionswochen'

11. 7. 2001

Michael Brenner: Der heuchlerische Missbrauch des Missbrauchs

10. 7. 2001

Klaudia bei der Freiburger Sparkasse

9. 7. 2001

Pressemitteilung zum Auftakt der 'Zwangsburger Aktionswochen'

5. 7. 2001

Moralistenschweine - und wie man sie jagt

3. 7. 2001

We are not alone: The Freedom To Be Yourself, London, 1 July 2001

3. 7. 2001

Erneute Anzeige wegen Freiheitsberaubung gegen Zwangsburger Polizeibeamte

20. 5. 2001

Wenn diese Jungs typisch für die heutige Jugend sind, dann haben wir Grund zu hoffen!

27. 3. 2001

Die diversen Anzeigen gegen Polizeibeamte zeigen Wirkung!

22. 3. 2001

Der Intelligenzquotient der Zwangsburger Polizeibehörde zum Zweiten ... - wo beginnt das Geschlechtsteil ??

22. 3. 2001

Polizeihauptkommissar Hager: Knapp an einer Anzeige wegen Freiheitsberaubung vorbei

15. 2. 2001

Der Intelligenzquotient der Zwangsburger Polizeibehörde ...

25. 1. 2001

STADTKURIER (Freiburg): Die "widerspenstige Berichtserstattung"

16. 1. 2001

dpa-Meldung: Der "Freiburger Nacktläufer" ist wieder unterwegs

11. 1. 2001

Nacktläufer will notfalls vor "Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte" ziehen.

7. 12. 2000

Forumsartikel zum Thema Minderheitenschutz von Peter Niehenke

20. 11. 2000

"Zwangsburg im Breisgau": Eine Stadt läßt sich vorführen.

20. 11. 2000

Para-Rassismus: Jetzt hat das Verhalten unserer Gegner einen Namen.

12. 11. 2000

Geistige Umweltverschmutzung durch die Freiburger "ZEITUNG ZUM SONNTAG"

26. 10. 2000

Der "Nacktläufer von Freiburg" wird zum Politikum

26. 10. 2000

Sind die Freiburger Beörden (-vertreter) schlauer als Ratten ... ? (Pressemitteilung)

11. 10. 2000

FREIBURGER WOCHENBERICHT bezeichnet Vorgehen der Stadt als "Realsatire"

10. 10. 2000

Eine 75jährige Dame als begeisterter Fan des Nacktläufers

27. 9. 2000

Erst sollen es Frauen und Kinder sein - und jetzt der Hauptfriedhof ... (provozierende Kopfbedeckung :-)

9. 10. 2000

Und immer wieder macht sich die Stadt Freiburg selbst zum Affen

18. 9. 2000

Wer sich an einem Nackten stört, ist doof ...

5. 9. 2000

Bunderverfassungsgericht nimmt Verfassungsklage nicht zur Entscheidung an

3. 9. 2000

Offener Brief an die Polizeidirektion von Freiburg

3. 8. 2000

Bericht in "Die Parlamentszeitung" (Russland)

21. 7. 2000

Katz und Maus: Rechtswidrige Festnahme des Nackläfers

21. 6. 2000

Interview in STERN 26 vom 21. 6. 2000

25. 5. 2000

Die Verfassungsbeschwerde vom 24. Mai 2000

12. 5. 2000

Offener Brief an Dr. Schleef, Richter am Amtsgericht Freiburg

12. 5. 2000

Das Urteil des Oberlandesgerichts vom 4. Mai 2000

26. 3. 2000

Polizei und Justiz in der Falle: Der "Nacktläufer" und seine Strategie

26. 3. 2000

Der Nacktläufer von Freiburg erneut verurteilt.

23. 3. 2000

Interview in der Badischen Zeitung Freiburg zum bevorstehenden Prozeß

8. 3. 2000

Der "Nacktläufer von Freiburg" soll angeklagt werden, weil er die "Intimsph”re" seiner "Vernehmungsbeamten" verletzt habe ... (Verhandlungstermin)

17. 12. 1999

Interview in der Schülerzeitung HERMES des Goethe-Gymnasiums Freiburg

2. 11. 1999

Der Fall Raoul (Amerikaner sperren 11jährigen wegen "schweren Inzests" ins Gefängnis)

30. 10. 1999

Was die Bevölkerung denkt, bestimmen die städtischen Behörden

24. 10. 1999

Die Rubrik "(Höchst) Richterliche Inkompetenzen" neu eröffnet

9. 10. 1999

Leser-Reaktionen auf den Bericht im FREIBURGER WOCHENBERICHT (schon erschienen am 1. 9. 99)

22. 9. 1999

Pressemitteilung: Anzeige des Gesundheitsamtes Freiburg wegen "Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes"

4. 9. 1999

Portrait in der Wochenendbeilage QUERSCHNITT der STUTTGARTER NACHRICHTEN (Internet-Version)

22. 8. 1999

Amtsgericht Freiburg (20. Juli 1999)

21. 7. 1999

Der "Affenprozeß"


Teil 2: Das Tagebuch

Vorgeschichte

Mittwoch, 1. April 1998

Erster Test: Spaziergang am Ortsausgang von Umkirch (einem Vorort von Freiburg), bekleidet mit einem Lendenschurz. Nach Beendigung meines Spaziergangs, kurz vor dem Einsteigen ins Auto, halten ein Mannschaftswagen der Polizei mit Hund und zwei Beamten sowie ein PKW der Polizei mit zwei weiteren Beamten bei meinem PKW. Sie kontrollieren meine Personalien und bitten mich, mich in Zukunft "anständig zu kleiden".
Während der folgenden Osterferien verreist.
Nach den Osterferien mehrere erneute Tests (immer mit Lendenschurz bekleidet), jedesmal Kontrolle meiner Personalien.

26. April 1998

Um die Reaktion von Behörden und Bevölkerung zu testen, gehe ich in Stegen, einem Dorf in der Nähe von Freiburg, auf einem Waldwanderweg völlig unbekleidet spazieren. Am Ende meines Spaziergangs (kurz bevor ich den Parkplatz meines Autos erreiche) begegne ich einem jungen Mädchen, das sich über meinen Anblick erschreckt und Strafanzeige erstattet.
In den kommenden Tagen gehe ich am Dreisamufer in Freiburg mehrfach völlig unbekleidet spazieren und jedesmal kommt es zu Strafanzeigen von Anwohnern.

7./8. Mai 1998

Spaziergang am Ortsausgang von Umkrich, bekleidet mit einem Lendenschurz. Es kommt zu einem neuerlichen Kontakt mit der Polizei und dabei zu einem "unschönen" Vorfall: Ein Beamter droht mir an, mich in die Freiburger Psychiatrie zu fahren, sollte ich noch einmal in dieser Bekleidung von ihm angetroffen werden. Er macht (mit meiner Einwilligung) Fotos von meinem "Aufzug".
Aufgrund der Vorfalls schreibe ich am 8. Mai einen Brief an die Polizei und beschwere mich über das Verhalten der Beamten.

Mai 1998

Einige Tage später erhalte ich einen Anruf von POR Metzger vom Polizeirevier Süd in Freiburg (zuständig für das Gebiet, in dem ich -beinahe- unbekleidet angetroffen wurde). Nach längerem freundlichen Gespräch einigen wir uns auf die Einrichtung des von mir später "Nacktwarndienst" genannten Verfahrens.

Ich gebe Herrn Metzger zu verstehen, dass es mir um eine Klärung der rechtlichen Situation geht. Ich mache auch deutlich, dass es mir eigentlich darum geht, auch an nicht ausdrücklich dafür vorgesehenen Orten FKK betreiben zu können, weil ich begeisterter FKK-Anhänger sei.

Ein Gespräch mit Staatsanwalt Zäh (siehe Bild) in Freiburg bestärkt mich in meiner Auffassung, dass Spazierengehen, bekleidet mit einem Ledenschurz, sogar nach Einschätzung der Behörden gegen kein Gesetz und keine Vorschrift verstösst. Dies war zu Beginn zunächst von der Polizei noch nicht anerkannt worden, wie mir Herr Metzger schriftlich mitteilte (er spekulierte in seinem Brief darüber, ob bei meinem Lendenschurz nicht, von der Seite betrachtet, ein "Einblick" möglich sei - und stellt sich auch die schwierige Frage, wie es rechtlich zu werten sei, wenn durch einen Windstoss der Lendenschurz zur Seite geweht werden könnte ...). Nach Klärung der Rechtslage mit der Staatsanwaltschaft teilt mir Herr Metzger dann allerdings mit, dass man in Zukunft auf die Strafverfolgung meiner Spaziergänge verzichten werde, wenn ich mindestens mit einem Ledenschurz bekleidet sei.

Nachdem dies geklärt ist, entschliesse ich mich, nun auch den Lendenschurz grundsätzlich (und nicht nur bei Waldspaziergängen wie in Stegen oder bei Spaziergängen an der Dreisam) abzulegen, denn eigentlich ging es mir ja von Beginn an darum, FKK (und mit Lendenschurz ist man ja nicht wirklich nackt) auch an nicht (mehr oder weniger) ausdrücklich dafür zugelassenen Orten betreiben zu wollen.

5. Juni 1998

In der ZEITUNG ZUM SONNTAG (Rubrik: "Freiburg kriminell") erscheint ein kurzer Bericht über meine Aktionen: "Der nackte Doktor in Feld und Wald".

Mitte Juni 1998

Ein Mitarbeiter der Polizei gibt mir den Rat, wenigstens einige Zeit nicht mehr in völlig unbekleidetem Zustand in der Öffentlichkeit aufzutreten, wenn mir daran gelegen sei, dass es bald zu einem Verfahren komme. Es bestehe die Gefahr, dass der Staatsanwalt immer weiter zuwartet, um möglichst alle Fälle gesammelt behandeln zu können.
Ich entschliesse mich darauf, meine Tests bzw. Aktionen für 6 bis 8 Wochen einzustellen.

August 1998

Nachdem bis Mitte August praktisch nichts geschehen ist, kündige ich der Polizei an, dass ich nun meine Aktionen wieder aufzunehmen gedenke. Der "Nacktwarndienst" ist bald wieder gut eingespielt und es besteht ein freundliches Einvernehmen mit der Polizei.

Ende August schliesslich erhalte ich einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Freiburg über DM 900,-.

Nach Einspruch gegen diesen Bescheid eskaliert die Situation seitens der Polizei und Freiburger Behörden. Offensichtlich steht Herr Metzger sehr unter Druck. Woher dieser Druck kommt, kann von mir nicht nachvollzogen werden, denn auf meinen Spaziergängen erlebe ich beinahe ausschliesslich heitere, freundliche und bestärkende Reaktionen. (Haben vielleicht einige Anwohner des Freiburger Lorettobergs, wie mir jemand durchblicken lässt, Angst um die Grundstückspreise, sollte das Nacktgehen auf dem Lorettoberg üblich werden?)

13. September 1998

Ich gebe daraufhin meine erste Pressemitteilung heraus, die ich an mehr als 100 Rundfunk- und Fernsehredaktionen sowie an regionale und überregionale Presseorgane versende. Ausserdem stelle ich die Pressemitteilung in die Newsgroup de.soc.recht.misc, worauf sich in dieser Newsgroup eine intensive Diskussion ergibt. (Ein Link zu einem Auszug aus dieser Diskussion ist auf der Seite der Pressemitteilung zu finden.)

17. September 1998

Der Sender SAT1 sendet einen ersten Fernsehbeitrag in der Sendung BLITZ.
Ich bin die Wochen darauf sehr häufig unterwegs. Welche Folgen das hat, kann man nachlesen in folgendem Bericht


Das Jahr 1999 (kurz vor Beginn des dritten Jahrtausends ...)
wöchentlich aktualisiert!

29. Januar 1999

Verhandlung vor dem Freiburger Amtsgericht.
Einstellung des Verfahrens gegen eine Geldauflage von DM 1.000,-, zu zahlen an die AIDS-Hilfe Freiburg.
Noch im Gerichtssaal kündigt Herr Metzger von der Freiburger Polizei an, mein FKK auch weiterhin als Straftat verfolgen zu wollen. Daraufhin gebe ich erneut eine Pressemitteilung heraus.

8. Februar 1999

Ich lasse auf d em Lorettoberg an 6.000 Haushalte ein Flugblatt mit einem Aufruf verteilen und versende, parallel dazu, folgende Pressemitteilung , in der ich meine grundsätzliche Position kurz umreiße.

Daraufhin kommt es zu einer Fülle von Radio- und Fernsehsendungen sowie Zeitungsberichten.
Eine Auswahl:
Radio: S4, Radio Regenbogen, S1, Radio DRS (Schweiz), BAYERN3 usw., dazu eine Reihe kurzer Telefoninterviews.
Fernsehen: Neben SAT1 ein Beitrag für die Landesschau (S3), "Brisant" (ARD), "TAFF" (PRO7) sowie Teilnahme an einer Talkshow des MDR ("Sonntags unter uns").
Daneben gibt es eine Reihe von weiteren Zeitungsberichten, u.a. in der Badischen Zeitung, Münchener Abendzeitung und Berliner Morgenpost.

11. März 1999: Schulklasse bei mir zu Gast

Eine Klasse des Theodor-Heuss-Gymnasiums (11. Klasse) ist bei mir zu Gast, um mit mir über meine Aktionen zu diskutieren. Im Rahmen des Deutschunterrichts (Behandlung von Wertfragen im Zusammenhang mit dem dialektischen Erörterungsaufsatz) haben sie sich für die Behandlung dieses Themas entschieden und den Wunsch geäussert, mich einladen zu dürfen. Die Schulleitung hat diesem Wunsch stattgegeben.
Das Interesse der Schulklasse macht endgültig deutlich, dass es sich bei dem Thema "Nacktheit in der Öffentlichkeit" um ein Thema von allgemeiner gesellschaftlicher Bedeutung handelt. Die Zustimmung der Schulleitung zu diesem Treffen bestätigt diese Einschätzung.

Donnerstag, 18. 3.

Vormittags:
Ein Mädchen (etwa 18 Jahre alt) sieht mich aus der Haustüre kommen und schreit laut über die Strasse: "Das ist der, der nackt durch Freiburg läuft. Ihhh!" - Ihre Freundin, etwas älter, pflichtet ihr bei: "Das ist ja eklig."

Nachmittags beim gewohnten Gang über den Lorettoberg spricht mich eine Dame, etwa 60 Jahre alt (die mit zwei weiteren Damen und einem Herrn auf dem Lorettoberg spazieren geht) freundlich an und fragt mich, ob es mir nicht zu kalt sei. Es ergibt sich ein sehr netter Dialog, in dem sie mich ihrer Solidarität versichert. Sie berichtet mir, dass über meinen Fall auch in ihrer Umgebung sehr kontrovers diskutiert werde und versichert mir, dass sie mich immer sehr verteidige. "Wenn jemand es nicht sehen will, kann er ja wegschauen! Man sieht so viel in der Stadt, was einem nicht gefällt. Da schaut man einfach weg." Die beiden Begleiter, offenbar ein Ehepaar, stimmen freundlich lächelnd zu.

Unsere nette Unterhaltung wird, mittlerweile in der Kreuzkopfstrasse angekommen, jedoch jäh vom Auftauchen eines Streifenwagens mit zwei finster dreinblickenden Beamten gestört. "Nehmen die sie jetzt mit?", fragt die Dame besorgt. Und ich, in aller Naivität, sage noch: "Nein, nein, die wissen vermutlich nicht Bescheid und wollen meine Personalien kontrollieren."
Weit gefehlt. Die Herren haben den Auftrag, mich mitzunehmen. Sie haben allerdings nicht bedacht, dass ich aus meiner Hand einen winzigen Stringtanga zaubern kann, der, übergestreift über meine Blösse, aus einer IHRER MEINUNG NACH illegalen Handlung mit einem Handgriff eine legale macht. Verduzt und verärgert, dass ihnen die Massregelung (mich "abführen" zu können) zu misslingen scheint, fragen sie über Funk nach, was zu tun sei. Sie erhalten vom zuständigen Sachbearbeiter, Herrn Reichenbach vom Polizeirevier Süd, die mit offensichtlicher Enttäuschung zur Kenntnis genommene Meldung: "Das ist dann zulässig."
Sie ermahnen mich sehr ernst, dass sie mich in Gewahrsam nehmen werden, sollte ich heute erneut unbekleidet angetroffen werden oder gar gleich wieder meinen Tanga ausziehen.

Dieser Vorfall überrascht mich. Hatte ich doch gemeint, wir se ien zu einer einvernehmlichen Lösung gekommen, Herr Metzger, Leiter des Polizeireviers Süd, und ich: Ich zeige mich maximal kooperativ, kündige meine Spaziergänge an und mache den Beamten keinerlei Arbeit mit unnötigen Ermittlungen, indem ich die mir vorgelegten Protokolle der telefonischen Meldungen und/oder Anzeigen von Anwohnern und Passanten nach Prüfung abzeichne und damit zugebe, die "Taten" begangen zu haben. Im Gegenzug dafür erspart die Polizei mir derartige "Aufführungen". Doch dieser Konsens scheint nicht mehr zu bestehen. Ich rufe Herrn Metzger an und erinnere ihn an unseren Konsens, aber er scheint den Konsens ganz anders verstanden zu haben (einseitig ...). Ich schildere ihm, dass ich der Polizei eine ganze Menge Arbeit erspare, schliesslich dürfe ich als Beschuldigter z. B. auch vor ihr davonlaufen, statt meine Gänge anzukündigen, dürfe abstreiten, überhaupt etwas gemacht zu haben, was sie zwingen würde, mir mit grossem Ermittlungsaufwand jeden Fall einzeln nachweisen zu müssen. Er jedoch hat dafür keine Ohren. Die Atmosphäre ist sehr frostig. Er scheint sehr genervt und kündigt eine "härtere Gangart" an.

Unsere Beziehungen sind auf einem Tiefpunkt.

Die in der Fernsehsendung "Brisant" demonstrierte "Gelassenheit" der "Staatsmacht, " wie sich die Moderatorin ausgedrückt hatte, war offensichtlich nur gespielt ...

Donnerstag, 25. 3.

Heute hatte ich das Vergnügen, in Begleitung einer Dame spazieren zu gehen (sie ist 75 Jahre alt), die durch diese Begleitung ihre Solidarität zum Ausdruck bringen wollte. Ich hatte meinen "Bodygard" heute mit einer Kamera ausgestattet, so dass er diese Situation auch "dokumentieren" konnte. (Siehe Foto: Die Dame bat mich allerdings, bei einer Veröffentlichung des Bildes dafür zu sorgen, dass man ihr Gesicht nicht erkennen könne). Heute morgen hat sie sogar den Leiter des zuständigen Polizeireviers, Herrn Metzger, angerufen, um ihm mitzuteilen, dass sie mein Verhalten alles andere als "anstössig" findet. Interessanterweise wurde ich heute nicht von der Polizei "belästigt" ...

In der Badischen Zeitung vom 25. 3. erscheint eine "Auswahl" von Leserbriefen (ich kenne mindestens einen Leserbrief, der nicht dabei ist ...). Kennzeichnend ist das Fehlen von Argumenten (stattdessen Beschimpfungen und Polemik). Was sagen solche Äusserungen über die Leute, die Leserbriefe auswählen und/oder über die Leser der Badischen Zeitung selbst? Hier einige Beispiele für besonders "intelligente" Äusserungen:

Roland Maucher, Offenburg:
Zu "Mama, der wird krank, gell" vom 10. März:
"Wie krank muss eine Gesellschaft sein, wenn ein gewisser Dr. Peter Niehenke ungestraft solchermassen sein Unwesen treiben darf. 'Liebes Kind, der Mann ist schon krank und zwar im Kopf, gell'."
Anmerkung: Wie krank muss eine Gesellschaft sein, in der mit Menschen, die unsinnige Konventionen brechen, so umgegangen wird?

Dr. med. W. Schleihauf, Freiburg:
"Nur ein Zitat: Der Verlust der Scham ist das sicherste Zeichen für Schwachsinn. (Sigmund Freud). "
Anmerkung: In Deutschland sind dann offensichtlich einige Millionen Menschen schwachsinnig (die FKK-Anhänger nämlich). Oh, je!

Gerhard Kutzky, Freiburg:
"Wenn ich Herrn N. mal so anträfe, würde ich ihm ein Stöckchen werfen. Vielleicht bringt er mir vor Freude das Stöckchen schwanzwedelnd zurück. Das wäre etwas für den Zirkus. Hoffentlich hat hier der Tierschutz keine Einwände, wie die Polizei dieser Stadt. Übrigens besteht die Gefahr, bei längerer Duldung dieser Nackt-Aktionen, dass der Instinkt des Herrn N. ihm gebietet, auch im Park oder gar auf Kinderspielplätzen sein 'grosses Geschäft' zu verrichten - denn er streunt ja herrenlos in der Gegend herum."

Kommentar überflüssig!

Freitag, 26. 3.

Heute nahm die "berittene Polizei" die Verfolgung des Nackten auf ...

Dienstag, 30. 3.

Immer häufiger erklären sich Damen mit mir solidarisch und demonstrieren ihre Solidarität dadurch, dass sich mich bei meinen Nackt-Spaziergängen begleiten und dies auch durch Fotos dokumentieren lassen.
Dies ist deshalb von besonderer Bedeutung, weil von Seiten der Behörden häufig "Frauen und Kinder" als vor mir zu schützende Personen angeführt werden.
Wenn es nicht schon vorher klar gewesen sein sollte, so wird spätestens durch die Tatsache, dass mehrere (speziell ältere) Damen mich demonstrativ begleiten, deutlich, dass es höchstens ein TEIL der Bevölkerung sein kann, der an meinem Verhalten ernsthaft Anstoss nimmt ...

Mittwoch, 31. 3.

Heute habe ich durch meinen Rechtsanwalt eine Verfügung der Polizeibehörde der Stadt Freiburg erhalten. Hier wird mir unter Androhnung eines Zwangsgeldes in Höhe von DM 3.000,- untersagt, in Zukunft im Gebiet der Stadt Freiburg öffentlich nackt aufzutreten.

Näheres dazu in folgender Pressemitteilung

Montag, 12. 4.

Heute erhielt ich einen Bussgeldbescheid von der Stadt Freiburg:
Es werden mir drei "grob ungehörige Handlungen" zur Last gelegt (eine dieser "grob ungehörigen Handlungen" anlässlich der Dreharbeiten durch ein Fernsehteam des SWR :-), und jede dieser Handlungen wird mit einem Einzelbussgeld in Höhe von DM 600,- belegt.

Wer sich für juristische Argumentationen interessiert (oder mir gar einen Tip geben kann und will) kann sich meine "Verteidigungsschrift" durchlesen: Einspruch gegen den Bussgeldbescheid

Mittwoch, 14. 4.

Seit der Zwangsgeldandrohung muss ich drauf achten, immer vorschriftsmäßig gekleidet zu sein ...

Montag, 26. 4.

Heute erschien in DER SPIEGEL ein Interview mit mir.


Mittwoch, 28. 4.

Heute war ich zu Gast in der Evangelischen Fachhochschule für Sozialpädagogik in Freiburg. Seminarthema: Sozialethik.
Angenehm überrascht war ich über die offene Haltung des Dozenten, eines Pfarrers. Die Studentinnen und Studenten waren etwas "ruhig", die meisten Diskussionsbeiträge kamen von einer Frau, die offensichtlich gar nicht Studentin war (es waren auch einige "Gäste" zu dem Seminar erschienen), die, wie sich bald herausstellte, Anwohnerin des Freiburger Lorettobergs war ...

Freitag, 30. 4.

Für die Sendung EXTRA (RTL, Sendung am Montag, 3. Mai 99, 22.15 Uhr) wurde heute, trotz bestehender Zwangsgeldandrohung, auf dem Lorettoberg mit mir gedreht! Die Radaktion hat sich bereiterklärt, die ggf. entstehenden "Unkosten" zu übernehmen ...
Es kam aber keineswegs zu irgendwelchen "Unkosten": Das Fernsehteam mußte auf das Erscheinen der Polizei vergeblich warten. Obwohl ich mindestens zwei Stunden nackt auf dem Lorettoberg herumlief, wurden wir von der Polizei nicht "behelligt". Vielleicht haben sich die Anwohner ja doch schon so an mich gewöhnt, daß wirklich niemand bei der Polizei angerufen hat, vielleicht aber auch hat die Polizei, wie ein Polizist es ausdrückte, "andere Prioritäten" gesetzt ...
Warum sie wohl nicht immer, wenn es um einen harmlosen Nackten wie mich geht, einfach "andere Prioritäten" gesetzt hat ...?

Montag, 3. 5.

Da war sie nun, die Sendung.
Zum einen haben die Leute von RTL ihr Versprechen gebrochen, die www-Adresse unten einzublenden. So kamen die meisten Leute, weil sie sich nur den Domainnamen gemerkt hatten, auf meine Hauptseite und regten sich dann natürlich auf, weil sie meinten, ich wolle ausgerechnet mit dieser Aktion Werbung für mein Ausbildungszentrum machen.
Zum anderen haben sie verschwiegen, daß sie die allergrößte Mühe hatten, überhaupt "kritische Stimmen" zu finden (in der Sendung sah es so aus, als ob die meisten sich an meinem Verhalten stören würden, was aber an diesem Nachmittag absolut nicht dem entsprach, was wir mit dem Fernsehteam wirklich erlebt haben!).

Hier, noch einmal, mein "Umkleide-Baum"

Richtig nette Sachen haben sie nicht gebracht. Etwa einen kleinen Jungen im Alter von etwa 10 Jahren (er ist seit Monaten mein Fan), der vor der Kamara sagte: "Wenn ich groß bin, dann mache ich das auch!"


Montag, 3. 5.

Jetzt kann man mal so richtig "Dampf ablassen" ...
Ein Öffentliches Diskussionsforum wurde eingerichtet (weitersagen!).


Donnerstag, 13. 5.

Mein neuer "Bodygard": Martin

Auf unserem Spaziergang auf dem Schönberg haben wir viele lachende Menschen gesehen und nette Kommentare gehört. Ein einziger Mann, bei dem man es vom Gesichtsausdruck auch nicht anders erwartet hätte (sah aus wie ein "Möchte-Gerne-Macho" - und solche Männer fühlen sich erfahrungsgemäß durch meinen Anblick irgendwie "bedroht" oder provoziert), meinte: "Du bist wohl nicht ganz dicht!"

Ab sofort hat die FKK-Seite einen eigenen Domainnamen: waldfkk.de.
Das kann man sich doch leicht merken ...

Freitag, 21. 5.

... wenn die Gesetze den Behörden nicht genügen

Schon im Herbst letzten Jahres versuchte die Freiburger Polizeibehörde unverhohlen, auch die Ausübung meines beruflichen Tätigkeit zu unterminieren, um auf diese Weise den Druck auf mich zu erhöhen.

Ich schrieb damals (siehe unter Geschichte):

"Aber es kam noch schlimmer: Ich erhielt von einer Kollegin am Gesundheitsamt eine Einladung zu einem Gespräch. Wie sich schnell herausstellte, sollte es auf Anweisung der Freiburger Polizeibehörde in diesem Gespräch darum gehen zu prüfen, ob gegen mich, der ich so frech gegen Konventionen verstieß, nicht ein sog. Unterbringungsverfahren eingeleitet werden müsse. In einem solchen Verfahren wird amtsärztlich geprüft, ob man eine Person zwangsweise in die Psychiatrie einweisen muß, weil sie eine Gefahr für sich und andere darstellt. - Sich bei solchem Vorgehen an Praktiken erinnert zu fühlen, die man eigentlich nur aus Berichten über totalitäre Staaten kennt (Mißbrauch der Psychiatrie zur Ausgrenzung von Leuten, die man durch die normalen Gesetze nicht packen kann), wäre allerdings ein Zeichen schwerer Paranoia ..."

Heute erhielt ich folgendes Schreiben vom Gesundheitsamt in Freiburg:
Siehe unter "Repressalien".

Ja bin ich denn der Till Eulenspiegel?
Und wer sind dann diese Leute von der Stadt ... ?

Donnerstag, 3. 6.

Es passiert einfach kaum noch etwas, obwohl ich täglich unterwegs bin, teils mit Fahrrad, teils joggen.

Die Leute um den Schönberg herum kennen mich schon gut, sie grüßen freundlich, wenn sie mir begegnen, und die Leute im Gartenrestaurant "Adler-Burg" lachen schon gar nicht mehr, wenn ich vorbeikomme. Kinder berichten stolz ihrer Mutter (wie ich im Vorbeigehen höre), daß sie mich jetzt schon dreimal gesehen ha ben, Jugendliche fragen nach einem Autogramm, eine Frau auf dem Fahrrad sagt zu ihrem Begleiter: "Schau da! Das muß dieser Verrückte sein!" Ganz selten kommt es noch zu aggressiven Ausbrüchen:
Heute hat mich mal wieder einer dieser "Möchte-Gerne-Machos" aus einem VW-Golf-Cabrio mächtig angemacht: "Du Drecksau, Du, Du gehörst erschossen!". Leider war mein "Bodygard" nicht schnell genug mit der Kamara, um wenigstens das zornig-rote Gesicht zu fotografieren (wenn er nicht dabei gewesen wäre, wäre der Mann vermutlich ausgestiegen, um ... - angehalten hatte er ja schon).

Wer läßt sich auch schon gern "die lange Nase zeigen"? Das erhöht den Adrenalinspiegel noch einmal zusätzlich ... (Das Foto ist "nachgestellt", da die Kamera in der Situation, wie gesagt, nicht schnell genug zur Stelle war).

Gestern stand ich unvermittelt einem Hund gegenüber, der mächtig die Zähne fletschte. Das war ein mulmiges Gefühl, so nackt diesem wütenden Tier gegenüber zu stehen ... Ich ging dann in die Hocke, um in etwa auf seiner Höhe zu sein und meinte in beruhigendem Ton: "Nun mach' doch nicht so ein Theater!" Er wurde etwas ruhiger, wurde dann aber von seinem Besitzer entschieden zu sich gerufen.

Donnerstag, 10. 6.

Heute war der "Tag in Österreich" (siehe entsprechenden Link).

Mittwoch, 16. 6.

Die Badische Zeitung, die in meiner Angelegenheit durch eine ironisch-abwertende Berichterstattung auf dem besten Wege war, journalistische Ideale der Berichterstattung zu verletzen und zur "Partei" zu werden, fand heute durch Veröffentlichung einer meiner Pressemitteilungen in Form eines Leserbriefs zur Unparteilichkeit ("audiatur et altera pars") zurück ...

Pressemitteilung als Leserbrief

Donnerstag, 17. 6.

Heute fanden erneut Aufnahmen f¸r einen Beitrag in der Sendung EXTRA (RTL) statt, Sendetermin soll Montag, 21. 6., sein. Es war der Tag meines Mountain-Bikes ...

Freitag, 18. 6.

Teilnahme an der Talkshow "Riverboat" (MDR). Weitere Gäste waren die Schauspielerin Jutta Hoffmann, der zeitgen–ssische Komponist Prof. Siegfried Mattus, Guido Westerwelle (FDP), Christa M¸ller (die Frau von Oskar Lafontaine) sowie die Geschwister Gerd Christian und Holger Biege (Musiker). Moderiert wurde die Sendung von dem als Tagesschau-Sprecher bekannten Jan Hofer, dem Schweizer J–rg Kachelmann und der smarten Kim Fischer.

Die Redaktion hatte dafür gesorgt, daß ich nicht der einzige war, der "mit heruntergelassenen Hosen vorgeführt" wurde: Kurz diskutiert wurde nämlich mit Guido Westerwelle ein Wahlplakat der FDP, auf dem ein nackter Hintern zu sehen ist, und Guido Westerwelle wurde gefragt, ob das der seine sei ...

In der Gesprächsrunde mit mir überwog eindeutig (bei den Moderatoren wie den Gästen) das "Nicht-Verstehen (-Können)". Insbesondere Kim Fischer reagierte mit dem für manche Frauen typischen und mir ja mittlerweile gut bekannten Vorwurf: "Ein nackter Mann im Wald würde mir Angst machen." Auf solcherart irrationalen Ängste (ein nackter Mann ist ja eigentlich wehrloser als ein angezogener Mann!) bin ich ja auch bereit, Rücksicht zu nehmen, auch wenn es nicht ganz einleuchtend ist, wieso diese Angst mehr Rücksicht verlangen sollte, als etwa die Angst vor einem frei laufenden großen Hund oder einem Behinderten mit entstelltem Gesicht, die ja auch auf einem Waldweg klaglos akzeptiert werden würden/müßten ...

Dennoch ist die Teilnahme an dieser Sendung natürlich ein Erfolg! Wenn ich bedenke, wie die ersten Reaktionen auf meine Aktion im Sommer 1998 waren (Peinlichkeit, "Mit dem muß mal jemand reden. Der braucht Hilfe!"), dann ist es mir doch immerhin gelungen, das Thema "aus der Schmuddel-Ecke" herauszuholen: Es wird nun nicht mehr (peinlich berührt und/oder hinter vorgehaltener Hand) "getratscht", sondern es kann jetzt sogar in einer Gesprächsrunde mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens darüber sachlich (wenn auch -noch- überwiegend mit Unverständnis) diskutiert werden.

Sehr schade fand ich, daß Christa Müller, die aufgrund ihres Engagements gegen die (aus religiösen Gründen vorgenommene) Verstümmelung kleiner Mädchen häufiger Vorträge halten muß, erst beim gemeinsamen Abendessen nach der Sendung offen aussprach: "Sie haben Recht!", und davon berichtete, daß viele ihrer Zuhörer auch oft irgendwie "peinlich berührt" reagieren, wenn sie z. B. über anatomische Details spricht. Wie "unbefangen" im Umgang mit Sexualität ist unsere Gesellschaft im Jahre 1999 wirklich ...?

Wer die Sendung verpaßt hat, hat Gelegenheit, sich eine Wiederholung anzusehen, die am 15. Juli in 3SAT ausgestrahlt wird.

Donnerstag, 24. 6.

Damit es jetzt für alle klar ist: Ja, er (auf dem Banner) ist "meiner"! Beweis:

Heute war Bike-Tag:

Steve aus Frankreich und Mike aus dem Saarland machen Ferien in Freiburg.

Sie k–nnen es nicht glauben, finden es "affengeil" ...

Mike hat mich bei RTL gesehen und würde gern auch mal ins Fernsehen. Das kann ich ihm leider nicht bieten, aber ich verspreche ihm, daß noch heute Abend sein Bild im Internet zu sehen sein wird. Sein Vater hat Zugang zum Internet, und er kann sich die Adresse auf meinem Fahrrad: "waldfkk.de" merken ...


Die Stadt hat mir verboten, mich ausserhalb der Gebiete um die Baggerseen v–llig unbekleidet in der Öffentlichkeit zu bewegen. Ein klarer Verstoß gegen das Gleichheitsgebot, denn allein heute habe ich zwei Männer am Dreisamufer gesehen, die völlig nackt in der Sonne gebadet haben. Einer davon hatte keinerlei Einwände, daß ich diesen Tatbestand fotografisch dokumentiere.

Wie das Verwaltungsgericht es in der Hauptverhandlung begründen will, daß das von der Stadt ausgesprochene Verbot gegen mich aufrechterhalten werden darf, macht mir sehr neugierig. Aber eine Erfahrung habe ich ja schon gemacht: Rechtsprechung hat nicht unbedingt etwas mit "logischen Argumenten" zu tun, denn wenn eine Urteilsbegründung logisch zu sein hätte, dann wäre schon das erste Urteil des Verwaltungsgerichts Freiburg gegen mich gar nicht möglich gewesen ...


Donnerstag, 1. 7.

Bei einer Spazierfahrt am letzten Montag habe ich ERNEUT am Dreisamufer nackte Menschen gesehen ...

Heute wurde beim Gesundheitsamt meine "sittliche Zuverlässigkeit" geprüft. Von dem Gespräch mit dem Leiter des Freiburger Gesundheitsamtes, Dr. Steinitz, und seiner Kollegin, Dr. Rechtsteiner-Rarra, liegt ein Transkript vor, das unter dem Menuepunkt "Repressalien" (linke Spalte) abgerufen werden kann.

Dienstag, 6. 7.

Nachdem ich heute mit meiner 75jährigen Dame zunächst eine " Ehrenrunde" auf meinen (un-) geliebten Lorettoberg :-) gemacht habe, selbstverständlich "vorschriftsmäßig gekleidet", wollte ich anschließend noch ein wenig die laue Luft an meinem GANZEN Körper genießen. Ich fuhr also, das erste Mal wieder seit Monaten, nach Umkirch und nahm, auch wieder zu Fuß, die Route, die ich auch am 1. April 1998, dem Tag meiner "Premiere" genommen hatte, diesmal jedoch ohne "Lendenschurz". In der Nähe von Umkirch findet gerade das sog. "Zelt-Musikfestival" statt, und mein Weg kreuzt den Ort dieses Festivals. Nach kurzem Zögern, ob ich diesen SEHR belebten Ort vielleicht umgehen will, entschließe ich mich, mich in Freiburg mal wieder etwas mehr ins Gespräch zu bringen ... Die Reaktion der Leute war wirklich sehr erfreulich:

Als ich am Eingangstor vorbeikam, hörte ich das in solchen Fällen übliche Gemurmel und "Gejohle", hörte aber ganz deutlich auch eine Frauenstimme heraus, die sinngemäß zu irgendjemandem ziemlich laut sagte: "Aber affengeil, oder?". Einer der Parkwächter (da sind Parkplätze für vielleicht 1.000 Autos), ein junger Mann von vielleicht 25 Jahren, lachte mir offenherzig entgegen, als er mich sah und meinte: "Du bist ja total locker drauf! Toll, Mann!". Es gab die ebenfalls in solchen Fällen üblichen Hupkonzerte, aus einem Neckermann-Reisebus winkten mir die Leute noch aus dem Rückfenster belustigt zu, und ein Fahrradfahrer, der mir entgegenkam, meinte zu seiner Begleiterin (allerdings mit einem ironischen Unterton): "Ist das etwa der berühmte Nacktjogger?" (Er wußte von mir, aber erkannt hat er mich offensichtlich nicht.) Und es gab natürlich auch die unvermeidlichen "Kopfschüttler" oder Leute, die mir irgendein ordinäres Zeug nachriefen.

Insgesamt ein lustiges Erlebnis. Schon fast wieder an meinem Auto angekommen, kam mir ein Polizeiwagen entgegen, der, wie sich später herausstellte, rein zufällig dort unterwegs war. Nichtsdestotrotz drehte er und nahm "die Verfolgung" auf. Nun lasse ich mich ja recht leicht fangen ... Die Dame und der Herr (ich kannte beide und beide kannten mich) beabsichtigten, pflichtgemäß "die Ordnungswidrigkeit zu beenden", und da ich NICHTS außer meinen Sandalen dabei hatte (mein Handy natürlich), insbesondere keinen Tanga, den ich hätte überziehen können, baten sie mich einzusteigen und fuhren mich zu meinem Auto. Dort warteten sie, bis ich "meine Blöße" bedeckt hatte, und sagten mir noch, daß ich heute nicht noch einmal angetroffen werden dürfe. Ich antwortete, daß ich dies sehr wohl wisse. Die ganze Interaktion war freundlich und locker - und sie fuhren davon, ich, Richtung Stadt, hinterher.

An der Ampel am Ende der Schnellstraße hielt der Wagen dann neben dem meinen und der Polizist gab mir durch Zeichen zu verstehen, ich möge meine Scheibe herunterdrehen. Er sagte mir dann, er habe den Auftrag, mir noch mitzuteilen, daß ich IN GEWAHRSAM GENOMMEN werden würde, wenn ich heute noch einmal so angetroffen w¸rde.

Das war unnötig! Und es zeigte mir, daß die Polizei offensichtlich in ihrer Selbstwahrnehmung in einen KAMPF mit mir verwickelt ist. Es war 21.30 Uhr und es schien mir, wie wenn diese Bemerkung nur den einen Sinn gehabt hätte, Macht zu demonstrieren ... (diese Drohung war angesichts der fortgeschrittenen Stunde nämlich völlig überflüssig, insbesondere deshalb, weil ich dem Beamten ja schon explizit gesagt hatte, daß mir ohnehin klar sei, daß ich nicht am gleichen Tag zweimal angetroffen werden darf). Mir scheint doch sehr, daß es bei den Behörden Leute gibt, die MEHR im Auge haben, als "ihre Pflicht" zu erfüllen ...

Ich antwortete dem Polizisten, daß ich eigentlich jetzt hatte nach Hause fahren wollen, daß diese Bemerkung mich aber nun motivieren würde, in "zulässiger Bekleidung" noch ein wenig in die Innenstadt zu gehen.

Wie ich weiß, plant die Polizeibehörde, das für das Gebiet der Stadt geltende Verbot des Nacktlaufens auf den Landkreis um Freiburg herum auszudehnen. Die Stadt will mir also OHNE NOT nach und nach die Orte nehmen, an denen ich eigentlich relativ wenig Leute störe: etwa den Schönberg. Ich hoffe, daß den städtischen Behörden klar ist, daß sie mich damit nötigen, diese Aktion noch grundsätzlicher anzugehen. Bisher habe ich die Innenstadt gemieden, weil es nicht attraktiv ist, dort zu joggen. Wenn mir aber die "attraktiven Orte" nach und nach alle genommen werden, dann geht es vorrangig zunächst darum, diese Angelegenheit so grundsätzlich wie möglich zu klären, und dann werde ich mich halt auf die Innenstadt konzentrieren.

Mit der "mindestzulässigen Bekleidung" kann mir dort niemand etwas! Und genau das habe ich heute, diesmal noch in den Abendstunden, demonstriert: Ich bin, bekleidet mit dem aus dem RTL-Beitrag bekannten Stringtanga, in die Innenstadt gegangen. ZWEI Polizeiwagen sind mir auf dem Weg begegnet, aber ich blieb unbehelligt. Die Reaktion der Passanten war überwiegend desinteressiert, teilweise belustigt, teilweise verärgert. Eine Frau, die mir entgegenkam, hielt an und meinte: "Ich würde gern kurz mit dir reden. - Warum machst du das?" Doch noch bevor ich Luft holen konnte, um ihr zu antworten, zog ihr Freund (beide waren so um die dreißig) sie kräftig an den Armen von mir weg.

Ich werde es mir in diesem Sommer zur Gewohnheit werden lassen, so in der Innenstadt aufzukreuzen, selbstverständlich tagsüber! Wenn das den Behörden lieber ist ...

Donnerstag, 15. 7.

Kurzmitteilung in der Badischen Zeitung vom 15. 7. 1999 unter "Stadtgeplauder"

Zum Bezug siehe links im Menue untere "Repressalien".

Montag, 13. 9.

Nach dem Richterspruch von Juli dieses Jahres (siehe unter "Affenprozeß") hatte ich angekündigt, mich in Zukunft in zulässiger "Mindestbekleidung" in die Innenstädte zu begeben (wenn ich nicht nackt im Wald sein darf, dann müssen die Behörden mich eben, mit 30 Quadratzentimeter Stoff bekleidet, in den Innenstädten ertragen). Erstmals habe ich diese Ankündigung kurz vor Beginn der Sommerferien realisiert. Darüber wurde im FREIBURGER WOCHENBERICHT auch berichtet. Heute nun habe ich diese Ankündigung erneut wahr gemacht.

Ich versandte am Morgen eine 4zeilige Pressemitteilung an die lokale Presse und war erstaunt, daß mich auf meinem Spaziergang, der um 15.00 Uhr beginnen sollte, Vertreter der Badischen Zeitung, des Freiburger dpa-Büros, zweier Freiburger lokaler Radiosender und ein Team von SAT1 begleiten wollten. In Begleitung dieses Medienaufgebots wurde die "Aktion" dann natürlich auch etwas spektakulärer, als ich es gedacht hätte.

Ich lief von meiner Wohnung in der Lorettostraße los und ging, mitten durch die Fuþgängerzone, bis zum Kaufhaus HERTIE. Unterwegs gab ich "life" ein "Handy-Interview" f¸r den Sender "Radio Regenbogen" ...

Ich begab mich dann auch in das Kaufhaus hinein, stöberte ein wenig in der Hosenabteilung :-)

und begab mich dann in den vierten Stock:

In der Musikabteilung (WOM) wollte ich eine CD des Brasilianers Milton Nascimento ("Crooner") kaufen, doch sie war nicht vorrätig und muß importiert werden.

Während ich dort mit dem netten Verkäufer verhandelte, kam der Geschäftsführer (Abteilungsleiter) herbei. Ich mußte mich nicht weiter um ihn kümmern, weil er von den Medienvertretern umringt wurde, was ihn sichtlich etwas überforderte.

Er fand, daß man in dieser Bekleidung zwar Sport betreiben könne, aber es sei doch nicht ganz angemessen, SO in ein Kaufhaus zu gehen (dabei habe ich schon eigens die Lebensmittelabteilung gemieden). Leider brachte SAT1 am Abend von diesem Interview nichts. Schade!

Ich frage mich, warum niemand sonst in Deutschland (von EUCH, meine Freunde!!) mal solch eine Aktion startet. Es ist nicht verboten, mit einem "Feigenblatt" bekleidet, in die Innenstadt zu gehen, wie Ihr alle wißt!

Hier der Kurzbericht in der Badischen Zeitung vom 14.9.99 (zum Zurückblättern bitte den "Back-Button" benutzen).

Donnerstag, 4. 11. 1999

Heute hatte ich eine sehr interessante Begegnung: Auf meinem Spaziergang auf dem Lorettoberg (dick angezogen mit Jeans und Pollover) hielt mich eine Gruppe von 4 Kindern an und verstrickte mich in ein Gespräch über Nacktlaufen. Die Ablehnung war sehr deutlich (was sehr ungewöhnlich ist, weil Kinder i. a. belustigt darauf reagieren). Eines der zwei Mädchen, etwa 10 Jahre alt, ziemlich frech, fragte mich: "Wissen sie noch, wer Frau ... ist?" (sie nannte den Namen der wichtigsten Zeugin, die gegen mich bei Gericht ausgesagt hatte). "Jaaa!" antwortete ich. Darauf sie: "Ich bin ihre Tochter." - "Dann bist du das Mädchen, das behauptet haben soll, dass sie sich vor meinem Anblick geekelt hat?" - "Ja, genau." - "Und was findest Du am Anblick eines nackten Menschen eklig?" - "Ich find's halt eklig, wenn man nackt herumläuft." ... (laute Zustimmung von ihrer Freundin und ihren zwei Freundinnnen)

Es entspann sich ein Gespräch über "Für und Wider". Ich erzählte den Kindern, dass ich nicht verstehe, was am Anblick eines nackten Menschen eklig sein solle oder könne. Psychologisch wirklich sehr aufschlußreich war, dass diese Kinder (alle um die 10 Jahre alt) wiederum als Argument Kinder (und alte Leute) brachten, inbezug auf Kinder jedoch solche, die jünger als sie selbst sind ("Und glauben sie nicht, dass Kinder von 5 Jahren sich erschrecken würden, wenn sie ihnen begegnen würden?"). Das Mädchen wies triumphierend auf die (offensichtlich von ihrer Mutter initiierte) Unterschriftenliste hin ("Da sehen sie doch, dass die Leute auf dem Lorettoberg es ALLE doof finden, was sie machen.") und ich entgegnete ihr, dass das 38 Leute seien, auf dem Lorettoberg würden aber mehr als 1.000 Leute wohnen.

Die Kinder wollten mir dann beweisen, dass jeder auf dem Lorettoberg es doof findet, was ich mache und begannen, vorbeigehende Passantinnen und Passanten zu befragen, was sie von mir, dem Nacktläufer, halten würden. Doch das Ergebnis der Befragung war ganz und gar nicht wie von ihnen erwartet: Wie üblich, lag die Quote der Ablehnungen bei etwa einem Sechstel. Eine ältere Damen herrschte die Kinder gar an, sie seinen "dumm", als die vier es ein wenig übertrieben mit ihren "Ekelbekundungen", was meine körperliche Erscheinung angeht.

Ich fragte dann die kleine "Zeugin der Anklage", was sie denn machen werde, wenn ich in der nächsten Instanz den Prozeß gewinne und nackt auf dem Lorettoberg herumlaufen darf. Sie antwortete: "Dann hab' ich halt Pech gehabt." ...

Sieht alles ein wenig wie ein "Machtspiel" aus, bei dem, weil es ja so gut nutzbar ist, die Kinder "benutzt" werden von ihren Eltern.


Das dritte Jahrtausend

Sonntag, 19. März 2000, kurz vor Frühlingsbeginn

Heute habe ich, zusammen mit zwei Freunden (Frank und Andreas), die diesjährige FKK-Saison für Freiburg eröffnet. Es ist zwar noch etwas kalt, aber ...

"Ein schöner Rücken kann auch entzücken" ...

Freitag, 24. März 2000, kurz nach Frühlingsbeginn ...

Der Nacktläufer von Freiburg erneut verurteilt.

Und dazu der Kommentar zum gegenwärtigen Stand der Dinge: Polizei und Justiz in der Falle: Der "Nacktläufer" und seine Strategie


Hier endet das Tagebuch. Doch auch nach Beendigung dieses Tagebuchs wurden alle wichtigen Ereignisse weiterhin auf dieser Homepage protokolliert. Siehe dazu den Beginn dieser Seite mit den entsprechenden mit Datum versehenen Links.